Zwei verschiedene Ansprüche
Schadensersatz gleicht einen konkreten Vermögensschaden aus: ein abgesagter Auftrag, eine gekündigte Kooperation, Kosten für Krisenkommunikation. Du musst den Schaden und den Zusammenhang mit der Äußerung belegen.
Geldentschädigung ist eine Art Schmerzensgeld für die Verletzung Deiner Persönlichkeit. Die Rechtsprechung gewährt sie nur, wenn die Verletzung schwerwiegend ist und sich nicht auf andere Weise, etwa durch Unterlassung oder Gegendarstellung, ausgleichen lässt. Es kommt auf Art, Intensität und Verbreitung an und darauf, wie schwer das Verschulden wiegt.
Wann ist eine Verletzung schwerwiegend?
- Erfundene Interviews oder Zitate, die Dich lächerlich machen.
- Bloßstellung der Intimsphäre oder heimliche Aufnahmen.
- Gezielte, hartnäckige Kampagnen mit großer Reichweite.
- Bewusst unwahre Verdachtsberichte mit Namensnennung.
Bei Prominenten und großer Reichweite können die Beträge erheblich sein, im Alltag bewegen sie sich meist im niedrigen vierstelligen Bereich oder darunter. Eine verlässliche Tabelle gibt es nicht.
Wer kommerziell mit Deinem Bild wirbt
Ein Sonderfall: Nutzt jemand Dein Bild oder Deinen Namen ungefragt für Werbung, kannst Du eine fiktive Lizenzgebühr verlangen. Maßstab ist, was Du für die Erlaubnis hättest verlangen können.
Was Du tun solltest
- Beweise und Reichweite dokumentieren (Klicks, Shares, Kommentare).
- Zuerst Unterlassung sichern: Sie stoppt den Schaden. Geld ist der zweite Schritt.
- Vermögensschäden sammeln und belegen, etwa durch Absagen per E-Mail.
Oktober 2026 · Allgemeine Information, keine Rechtsberatung im Einzelfall.
Tim als Anwalt · 📺 Medienrecht
Gerüchte sind schneller als Gerichte.
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Mein Weg
- ✅ erledigtErstes Examengeschafft
- ⏳ geradeZweites ExamenKlausuren geschrieben
- 🏛 als NächstesZulassungdurch die Kammer
- 🎯 am ZielMeine Kanzleidas Ziel
Noch kein Anwalt. Aber auf dem besten Weg.
Wenn Prüfer und Kammer mitspielen, gründe ich eine Kanzlei für die Kultur- und Kreativwirtschaft. Soll ich Dir Bescheid sagen?