- Gericht
- BVerfGBundesverfassungsgericht
- Datum
- 15. Dezember 1983
- Aktenzeichen
- 1 BvR 209/83
Jeder hat das Recht, grundsätzlich selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner persönlichen Daten zu bestimmen. Das Volkszählungsurteil begründete das Recht auf informationelle Selbstbestimmung.
📂 Sachverhalt
Für 1983 war eine umfassende Volkszählung geplant, bei der Daten über Wohnung, Beruf und Lebensumstände erhoben und auch an Behörden weitergegeben werden sollten. Hunderte Bürger erhoben Verfassungsbeschwerde.
📌 Kernaussage
Das Bundesverfassungsgericht entwickelte das Recht auf informationelle Selbstbestimmung: Wer nicht überschauen kann, welche Informationen über ihn bekannt sind, kann nicht frei planen und entscheiden. Einschränkungen brauchen eine gesetzliche Grundlage, die Zweck und Umfang klar bestimmt. Teile des Gesetzes waren verfassungswidrig.
💡 Bedeutung für die Praxis
Die Grundidee lebt in der DSGVO fort: Zweckbindung, Transparenz, Datenminimierung. Für Vereine und Kultureinrichtungen heißt das: nur erheben, was gebraucht wird, und offen sagen, wofür.
Stand Oktober 2026 · Eigene Zusammenfassung, keine amtliche Leitsatzfassung. Allgemeine Information, keine Rechtsberatung im Einzelfall.
Vertiefung
Weitere Urteile · 🔒 Datenschutzrecht
💡 Training zum Thema
🔒 Der Datenschutz-Code · DSGVO und Recht am eigenen Bild
Keynote, Masterclass oder Workshop für Euer Team, online oder vor Ort.
Mein Weg
- ✅ erledigtErstes Examengeschafft
- ⏳ geradeZweites ExamenKlausuren geschrieben
- 🏛 als NächstesZulassungdurch die Kammer
- 🎯 Das ZielMeine Kanzleifür die Kultur- und Kreativwirtschaft
Noch kein Anwalt. Aber auf dem besten Weg.
Wenn Prüfer und Kammer mitspielen, gründe ich eine Kanzlei für die Kultur- und Kreativwirtschaft. Soll ich Dir Bescheid sagen?